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Finanzmakler befinden sich derzeit in einem großen Umwälzungsprozess. Auslöser sind die gewaltigen Veränderungen der Digitalisierung als stärkster gesellschaftlicher und ökonomischer Megatrend seit der Industrialisierung. Es wäre ein großer Fehler, darüber zu lamentieren und den goldenen Zeiten einer sicherlich berechenbareren Vergangenheit der Finanzberatung nachzutrauern.

Wurde die Digitalisierung vor einigen Jahren auf das Nice-to-have einer Webseitenpräsenz heruntergebrochen, so zeigt sich nun das große Bild, in dem sämtliche Prozessketten des Maklers, der Produktlieferanten und Dienstleister wie Maklerverbünden erfasst werden. Multi- oder Cross-Channel-Vertrieb, digitale Markenführung, die Messung und Auswertung der Conversion Rates und Affiliate-Marketing über soziale Medien sind Schlagworte, die die gesamte Dimension der Digitalisierung nur in Ansätzen wiedergeben. Hierzu benötigt der Makler eine integrierte digital-analoge Strategie zu Zielgruppen, Vergütungsmodellen, Produktangeboten und den Akquise- und Beratungsprozessen. Nicht entweder persönliche Beratung oder digitale Kundenansprache, sondern sowohl als auch lautet das Erfolgsrezept, das außerhalb der Finanzindustrie etwa im Konsumgüterbereich bereits sehr erfolgreich umgesetzt wird.

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In Frankfurt am Main diskutierten Banken und Sparkassen Wachstums- und Ertragsstrategien auf dem Privatkunden-Symposium von Investors Marketing.

Digitalisierung der Prozesse und Vertriebswege hat Priorität

Das Digitalisierungstempo steigt indes, und damit die Notwendigkeit, eigene Marktmodelle anzupassen. Doch welche Wachstumsstrategien sind die richtigen? Wie lassen sich Kunden abholen und neues Geschäft generieren? Wie können Prozesse bei Banken und Sparkassen digitalisiert werden und zur Ertragssteigerung beitragen? Diese und andere Fragen waren am 22. Mai 2017 Thema des Privatkunden-Symposiums von Investors Marketing in Frankfurt am Main. Oliver Mihm, Vorstandsvorsitzender Investors Marketing, sieht in Zukunftsszenarien bis 2025 drei Säulen für Geldinstitute:

Die mit Abstand höchsten Preissteigerungen sind laut Prognose in Heilbronn in Baden-Württemberg zu erwarten. In der Stadt dürften sich Wohnimmobilien bis 2030 jährlich um vier Prozent verteuern. Unter die ersten Zehn schafft es auch Potsdam mit prognostizierten Steigerungsraten von 1,6 Prozent.

Auch in Niedersachsen in Vechta würden Immobilien im Wert steigen, um 1,4 Prozent. Ebenso in in Oldenburg ( plus 1,3 Prozent), an der französischen Grenze im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (plus 1,5 Prozent) oder an der Grenze zu Luxemburg im Kreis Trier-Saarburg (plus 1,5 Prozent).

Wo Immobilien wertvoller werden 》

Der Spitzenreiter kommt nicht mehr aus Deutschland und dürfte den wenigsten Deutschen etwas sagen. Die Allianz verfügte bislang über den weltweit wertvollsten Markennamen der Versicherungswelt. Jetzt muss sich die Münchner Allianz mit dem 2. Platz begnügen.

4 Deutsche unter globalen Top 50

In der Rangliste der 50 wertvollsten Marken der Versicherungswelt ist die Münchner Allianz in diesem Jahr vom Spitzenplatz auf Platz zwei abgerutscht.

Welcher deutsche Versicherer besonders deutlich abrutschte, erfahren Sie hier. 》

Das sind Ergebnisse der Studie „Digitale Versicherung 2017“, für die im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum mehr als 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

56 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, Versicherungen komplett online abzuschließen. Bei Menschen, die regelmäßig online shoppen, ist die Bereitschaft noch stärker ausgeprägt. Wer jedoch auf persönliche Beratung setzt, verhält sich beim Thema Online-Abschluss etwas reservierter.

Die abschlussfreudigsten sind ü35

Die Studie bringt aber auch einen scheinbaren Widerspruch zu Tage: Während sich 52 Prozent der 18- bis 34-Jährigen vorstellen können, eine Versicherung komplett online abzuschließen, sind es bei den 35- bis 54-Jährigen 60 Prozent. Selbst die Generation 55+ ist mit einem Anteil von 55 Prozent abschlussfreudiger.

Online-Abschlüsse im Aufwind 》