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Die nächsten zehn Jahre verändern die Versicherungswirtschaft mehr als die 30 Jahre davor. Vielfältige Treiber verstärken den laufenden Prozess dramatisch, zum Beispiel die Digitalisierung, der demografische Wandel und verändertes Kundenverhalten. Für zusätzlichen (Kosten-)Druck sorgt die anhaltende Kapitalmarktschwäche. Dies zeigt die Marktanalyse der Unternehmensberatung Bearing Point zu Gewinner- und Verliererstrategien in der Assekuranz.

Die Studiendetails: Die Fertigungstiefe werde sowohl in den operativen Bereichen als auch in der IT weiter signifikant abnehmen. Um zukunftsfähig zu bleiben, werde jedoch weniger die schiere Unternehmensgröße entscheidend sein, sondern vielmehr die Fähigkeit, sich fortlaufend anzupassen und dabei bisherige Aktionsmuster zu hinterfragen. Im Wesentlichen sei davon auszugehen, dass sich die Zahl der Versicherer um bis zu ein Drittel reduziert und sich kleinere Versicherer spezialisieren müssen.

 

Digitalisierung: Fast zwangsläufig stärker auf kooperative Modelle setzen

Digitalisierung werde die bisherige, eher konservativ ausgerichtete Produktwelt in der Assekuranz erheblich verändern. Nicht nur, dass – analog zum Beispiel der Automobilindustrie – Produktwelten spartenübergreifend nach dem Baukasten- oder Plattformprinzip neu entwickelt werden könnten und müssten. Sondern auch, dass durch die Integration von Dienstleistungen (ohne Versicherungsfall!) ganz neue Produktwelten mit erheblich veränderten Wertschöpfungsketten entstehen würden.

Die Vernetzung der Tarife und Dienstleistungen mit Biometrie-Armbändern, intelligente Autos/Häuser oder Services im Pflegebereich zeigten bereits heute, wohin die Reise gehen könne. Ganz davon abgesehen, dass damit eine strategische Chance für das Image der Branche verbunden sei, könnten Marktschrumpfungen, die ansonsten schon allein demografiebedingt unausweichlich wären, durch die Erweiterung der Geschäftsmodelle kompensiert werden.

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Quelle: Versicherungsmagazin