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Enger war 23 Jahre lang in der Branche tätig – unter anderem beim Deutschen Ring, später war er Vertriebsdirektor bei Delta Lloyd, Vorstand der Skandia Lebensversicherung und Deutschland-Geschäftsführer von Standard Life.

Sven Enger, warnt in einem Interview mit dem „Stern“ vor einem Zusammenbruch der deutschen Lebensversicherungsbranche. Er ruft die Kunden dazu auf, frühzeitig die Notbremse zu ziehen – solange es noch geht.

„Raus aus den Policen!“

Viele Firmen hätten den Vertrieb von klassischen Lebensversicherungen ganz eingestellt. Millionen Policen sollten durch den Verkauf an Abwicklungsfirmen entsorgt werden. „Die Sparer landen hier auf der Müllkippe der Versicherungsindustrie“, so Enger im Interview. Die einst versprochenen Renditen würden sich bald in Luft auflösen.

In Prognoserechnungen war einst von Überschussbeteiligungen von 6, 7 oder 8 Prozent die Rede. „Das ist alles nicht mehr haltbar“, so Enger weiter.

Inzwischen ist die Überschussbeteiligung im Schnitt auf rund 2,5 Prozent gefallen. Enger erwartet zudem, dass viele Unternehmen auch den Garantiezins, der für ältere Verträge zum Teil noch bei 4 Prozent liegt, nicht mehr lange auf diesem Niveau halten können.

Zuletzt senkt er Versicherer Generali seine Überschussbeteiligung von 1,75 auf 1,25 Prozent Punkte. Das ist ein neuer Tiefstwert, wie die „Bild“ berichtet.

 

Quelle: dasinvestment.com Weiter lesen 》