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Fast 50 Prozent weniger

Dass sich Lebens- und Rentenversicherungen vor allem für die Anbieter lohnen, war zu vermuten. Was allerdings eine Untersuchung der Stiftung Warentest zutage bringt, sorgt für Erschrecken. Demnach bringen auch alte Verträge oft deutlich weniger als annonciert.

 

Den Hauptgrund haben die Tester aber in utopischen Überschussprognosen und in unrealistischen Angaben über die Ablaufleistungen ausgemacht. Nicht selten führte dies zu drastisch reduzierten Leistungen.

Stiftung Warentest: Denn egal, ob die Laufzeit in der Vergangenheit 30, 20 oder 12 Jahre betrug: Versicherte, deren Policen nun fällig werden, erhalten mitunter bis zu knapp 50 Prozent weniger als bei Vertragsabschluss prognostiziert. Ein Grund ist die falsche Anlagepolitik der Versicherer. Die Konzerne haben in den vergangenen Jahrzehnten die Kundengelder ohne Not vor allem in festverzinsliche Papiere investiert, obwohl sie bis zu 35 Prozent ihrer Investitionen in sogenanntes Risikokapital anlegen. Dazu gehören Aktien und Immobilien.

Und selbst die Anbieter an sich glauben nicht mehr so recht an den Verkaufsschlager vergangener Jahrzehnte. Oft werden stattdessen dem Kunden neue Produkte, bei denen es keinen Garantiezins mehr gibt, offeriert. Garantiert wird lediglich das eingezahlte Kapital - nach Abzug von hohen Verwaltungskosten und Provisionen. Dafür wird dem Kunden eine renditeträchtigere Anlage seiner Beiträge in Aussicht gestellt.

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